Ich (Plural)

Lassen Sie sich auf ein bewusstseinsveränderndes Abenteuer ein.
Sie werden erstaunt sein und Ihr altes “Sein”
nie mehr zurück wollen.
? Was, wenn die Wahrheit über Sie aufregender ist, als Sie je zu träumen wagten?
? Wussten Sie, dass Sie weit über 50 verschiedene Wahrnehmungen haben?
? Was, wenn Ihr Leben mit dem Tod nicht endet?
? Es gibt eine Gewissheit, die weit über das materielle Universum hinausgeht.
“Sie sind ein unsterbliches Wesen.
Durch Lügen, Verrat, Betrug und Heuchelei
können Sie sich selbst zerstören.
Indem Sie nach Wahrheit streben und ein Leben führen,
während dem Sie anderen helfen, indem Sie
ehrlich und anständig sind, werden Sie stark sein und
Ihr volles Potential und Ihre Unsterblichkeit erreichen.

Ich kann natürlich nicht wissen, was in Ihrem Kopf vorgegangen ist, als Sie
noch ein Backfisch – oder ein Halbstarker – waren. Mich jedenfalls hat nichts mehr
beschäftigt als der Versuch, meine älteren Brüder bei ihrem wüsten Gefluche zu übertrumpfen.
Wenn ich wirklich einmal darüber nachgrübelte, wie man die „bösen“
Buben von den „guten“ unterscheide, sagte ich mir, irgendwann später würde ich
wohl dahinterkommen, die Leute richtig einzuschätzen. Voller Zuversicht glaubte ich,
dass meine Eltern und Lehrer alles über die Menschen wüssten und mir ihre Geheimnisse
eines Tages anvertrauen würden. Doch das fiel ihnen gar nicht ein.
Allmählich wurde ich älter und schlitterte in den so genannten Lebenskampf
hinein. Freilich wusste ich immer noch nicht, worin der Unterschied zwischen den
„Wölfen“ und den „Lämmern“ bestand. Wahrscheinlich gibt es im AIItagsleben überhaupt
keine Wölfe, tröstete ich mich hin und wieder. Und dann verliebte ich mich. Ich
war hingerissen. Ich war außer mir vor Wonne. .Acht Tage später erzählten mir
wohlmeinende Freunde, dass mein Angebeteter, der so gut aussah und doppelt imponierend
in seiner schmucken Uniform als Wächter wirkte, ja längst verlobt
sei. Ich löste mich beinahe in Tränen auf. Wie hatte er nur so hinterhältig sein können!
Warum hatte er mir das angetan! Und das Allerschlimmste war, dass ich mich
selbst betrogen hatte: Wieso hatte ich nicht sogleich erkannt, dass er ein solcher
Schuft war?
Doch, das Leben war ein Kampf. Und ich war noch nicht auf ihn vorbereitet.
Dann besuchte ich die Hochschule, lernte ein paar großartig tönende Redensarten,
ließ mir erklären, wie man eine Rede hält und dabei sein Lampenfieber überspielt,
hörte auch etwas Bedeutsames über eine Angelegenheit namens „Pi“. Aber
selbst hier, inmitten Wohlgesonnener und Gelehrter, vermochte mir niemand zu sagen,
wie man sich seine Mitmenschen auswählt – Menschen zum Lieben, zum
freundschaftlichen Umgang, zum beruflichen Kontakt, zum Meiden oder zum Vertrauen.
Schließlich wurde ich in die Welt der Arbeit hinausgestoßen, und immer noch
war keiner da, der mir eine auf meine vielen Fragen hätte geben können: War dieser
Mann meine Liebe wert? Sollte ich eine bestimmt Wohlfahrtsaktion unterstützen?
War X oder Y ein echter Freund? Wie animierte ich Verbraucher zum Einkaufen?
Würde mich Z am Ende vielleicht übers Ohr hauen? Rentierte sich dieses Unterfangen?
War es gut, einen gewissen Rat zu befolgen? Meinen Freunden ging es auch
nicht viel besser. Da gab es zum Beispiel Ronnie, der Katja kennen gelernt hatte. Er
verliebte sich in sie. Sie war süß, schlau, sie schminkte sich nie zu auffällig. Sie
mochte die Musik, die auch ihm gefiel. Beiden schmeckten diese und jene Zutaten
bei der Pizza. Einfach alles schien bei ihnen zu klappen. Sollten sie nun heiraten und
gemeinsam kleine Pizzas backen? Mir schien, dass Ronnie keine Antwort bekommen
würde, wenn er jemals auf den Gedanken käme, sicher Fragen dieser Art zu stellen:
Wie wird sie sich bei Ehekrisen verhalten? Wird sie versagen oder sich in der Not
bewähren? Wird sie ihm tränenreiche Szenen machen, wenn er einmal Überstunden
absolvieren muss? Fürchtet sie sich vor dem Umzug in eine andere Stadt, wenn er
dort eine bessere Arbeit finden kann? Wird sie sich als keifender Hausdrachen entpuppen,
wenn er nicht genug Geld mit nach Hause bringt? Wird sie womöglich ihre
Kinder schlecht (oder gar nicht) erziehen?
Auch Ronnies Vater war nicht imstande, ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Er hatte in seinem eigenen Büro genügend Sorgen am Hals. Auch er fragte sich
nämlich mitunter: Soll ich diesen Bewerber da engagieren? Na ja, gut angezogen ist
er. Seine Koteletten sind nicht länger, als die des Direktors. Obendrein ist er der Neffe
eines Verbindungsbruders. Auf dem Papier sieht alles tadellos aus.
Aber wird er seine Arbeit auch bewältigen? Besitzt er Eigeninitiative? Hat er
Ideen, oder ist er schwer von Begriff? Kann er andere mitreißen, oder trampelt er auf
ihren Nerven herum? Ist er in der Lage, eine Sache bis zum Ende zu verfolgen?
Erledigt er Aufträge korrekt, oder unterlaufen ihm Schnitzer, die teuer zu stehen
kommen? Wird er führen oder sich mitschleppen lassen?
Ich war nicht die Einzige, die sich fragte: Wie schätzt man die Menschen richtig
ein?
Anfang 1951 fand ich in dem Buch des amerikanischen Wissenschaftlers L.
Ron Hubbard Dianetics: „The Modern Science of Mental Health" zum ersten Mal eine
Antwort. In dieser Studie untersucht der Verfasser die Hauptursachen des menschlichen
Elends und Möglichkeiten der Therapie. Außerdem legte Hubbard seine erste
Untersuchung über ein neues Wissenschaftsgebiet vor: die Voraussage und Einstufung
menschlichen Verhaltens.
Im selben Jahr noch erschien „Science of Survival“, worin er ausführlicher von
diesen neuartigen Erkenntnissen berichtet. Als ich das Buch las, war ich verblüfft
darüber,
wie dieser Mann den Leuten gewissermaßen die Masken herunterriss und
vorauszusagen vermochte, was man von ihnen erwarten dürfe. Er entlarvte alle nur
denkbaren Typen der menschlichen Gesellschaft so scharf, dass ich gleichermaßen
erschüttert wie erfreut war.
Nachdem ich mich nun mehr als zwanzig Jahre lang mit der praktischen Anwendung
dieser Methode befasst habe, kann ich nur feststellen, dass sie stets funktioniert.
Schwierigkeiten traten lediglich dann auf, wenn ich es unterließ, mein Wissen
anzuwenden.
Dieses beruht auf den Erfahrungen, die ich mit den Hubbardschen Forschungsergebnissen
gemacht habe. Nach seiner Lektüre werden auch Sie wissen,
wie man den Menschen richtig beurteilt und was man von ihm zu erhoffen hat.
Gewiss werden auch Sie bisher schon Ihre Mitmenschen mehr oder weniger
erfolgreich eingeschätzt haben. Was Sie dabei richtig oder falsch gemacht haben,
werden Sie bald erfahren. Manche Thesen weichen jedoch so stark von den hergebrachten
Ansichten ab, dass Sie sie sicher längst unterdrückt haben -falls Sie jemals
auf ähnliche Überlegungen gekommen sind. Diese Thesen sind völlig anders als alles,
was Sie auf Mutters Schoß und im Konfirmandenunterricht hörten. Sie räumen
auf mit einigen unserer zwar bequemen, doch abgedroschenen Phrasen.
Ich fand heraus -und auch Sie werden herausfinden -, dass der ewig lächelnde
Mensch, der nie seine Haltung verliert, schlechter dran ist als derjenige, der ab
und zu aus der Haut fährt. Dass jener, der es jedem recht machen will, im Grunde
destruktiver ist als einer, der sich nur um sein eigenes Wohl kümmert. Dass ein
Mensch, der niemals Tränen vergießt (aber jeden Verlust als unabänderlich hinnimmt),
dem Untergang näher ist als andere, die sich gelegentlich ausweinen können.
Glauben Sie nicht unbesehen, was ich sage. Studieren Sie die Materie gründlich,
und urteilen Sie erst dann. Wenn Sie sich schließlich das nötige Rüstzeug zum
überstehen im Lebenskampf angeeignet haben, werden Sie – so hoffe ich wenigstens
– an der Erkundung der menschlichen Irrwege sogar Ihr Vergnügen finden.

bodhie.eu
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